KZW

Tipps für gelungene Ferien mit Kindern – entspannt durch die Urlaubszeit

Ferien mit Kindern sind eine wertvolle Gelegenheit, gemeinsam Zeit zu verbringen und unvergessliche Erinnerungen zu schaffen. Gleichzeitig können hohe Erwartungen, unterschiedliche Bedürfnisse oder ein voller Terminkalender schnell zu Stress führen. Mit einer guten Vorbereitung und etwas Gelassenheit gelingt es, die Ferien für die ganze Familie entspannter zu gestalten.

Ich, Mag. Dr. Barbara Petsch , begleite Familien im Rahmen meiner Elternberatung und Mediation in 1170 Wien seit vielen Jahren bei Fragen rund um Erziehung, Familienleben und Konfliktlösung. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass nicht perfekte Planung, sondern gemeinsame Zeit, gegenseitiges Verständnis und Flexibilität die Grundlage für gelungene Ferien bilden.

Erwartungen realistisch halten

Die Vorfreude auf die Ferien ist groß – bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen. Gleichzeitig entstehen dadurch häufig Erwartungen, die sich nicht alle erfüllen lassen. Sprechen Sie bereits vor den Ferien darüber, was möglich ist und was nicht.

Wenn alle Familienmitglieder wissen, was sie erwarten können, lassen sich Enttäuschungen vermeiden und die gemeinsame Zeit wird entspannter erlebt.

Realistische Erwartungen in den Ferien für Kinder

Das Urlaubsbudget offen besprechen

Ein offenes Gespräch über das verfügbare Budget schafft Klarheit und verhindert unnötige Diskussionen während der Ferien. Erklären Sie Ihren Kindern altersgerecht, welche Ausflüge oder Aktivitäten möglich sind.

Wer bereits vorab gemeinsam entscheidet, wofür Geld ausgegeben wird, kann spontane Konflikte vor Ort deutlich reduzieren.

Weniger planen – mehr erleben

Eine gewisse Planung gibt Struktur und Orientierung. Gleichzeitig sollten Ferien genügend Raum für spontane Ideen und unerwartete Momente lassen.

Nicht jeder Tag muss vollständig verplant sein. Oft entstehen gerade aus ungeplanten Situationen die schönsten Erinnerungen.

Tipp, besprechen sie das budget und erleben sie mehr

Langeweile darf sein

Viele Eltern haben das Gefühl, ihre Kinder ständig beschäftigen zu müssen. Dabei ist Langeweile keineswegs etwas Negatives . Sie regt die Fantasie an, fördert Kreativität und unterstützt Kinder dabei, eigene Ideen zu entwickeln.

Sie müssen nicht jeden Tag mit Programmpunkten füllen. Ferien dürfen auch ruhig und entschleunigt sein.

Kinder dürfen in den Ferien gelangweilt sein

Nicht jeder Termin muss wahrgenommen werden

Ob Familienfeiern, Einladungen oder Ausflüge – Ferien sind keine To-do-Liste. Überlegen Sie gemeinsam, welche Aktivitäten wirklich wichtig sind und worauf Sie auch einmal verzichten können.

Bewusst freie Tage schaffen Erholung und geben der ganzen Familie neue Energie.

Ein kurzer Familienrat von etwa 15 Minuten kann helfen, die Ferien gemeinsam zu gestalten. Bereits Kinder ab etwa sechs Jahren können ihre Wünsche gut äußern.

Jedes Familienmitglied nennt dabei drei Wünsche:

Ferienplanung beim Familienrat - alle dürfen mitreden

Individuelle Unterstützung für Familien

Perfekte Ferien gibt es nicht. Viel wichtiger ist, dass Kinder spüren, dass ihre Eltern wirklich präsent sind. Oft entstehen die schönsten Erinnerungen in den kleinen, ungeplanten Momenten. Manchmal ist weniger Programm genau das, was Familien am meisten guttut.

Ich, Mag. Dr. Barbara Petsch , begleite Sie in meiner Praxis für Elternberatung und Mediation in 1170 Wien individuell und einfühlsam. Gemeinsam entwickeln wir Strategien, die den Familienalltag erleichtern und die Bedürfnisse aller Familienmitglieder berücksichtigen.

Vereinbaren Sie gerne einen Termin – ich freue mich darauf, Sie und Ihre Familie persönlich zu begleiten.

Schulbeginn – Wie der Einstieg in das neue Schuljahr gelingt

So gelingt der Einstieg in das neue Schuljahr . Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu und das neue Schuljahr steht vor der Tür. Wie können wir als Eltern unsere Kinder wieder an den bevorstehenden (Schul-)Alltag gewöhnen?

Richtiges Einstimmen auf die Schule ist wichtig, doch sprechen Sie nicht vom „Ernst des Lebens“, denn das könnte den Kindern die Freude am Schulbeginn nehmen. Vor allem weil der Schulbeginn sehr viel Schönes bringt, wie zum Beispiel das Kennenlernen von neuen Freunden oder das Wiedersehen mit alten Freunden. Das soziale Netzwerk in der Schule ist – wie im Privaten – für Kinder sehr wichtig.

Gewöhnung an Tagesrhythmus zu Schulbeginn

Ganz wichtig ist auch, dass sich Ihr Kind wieder an einen regelmäßigen Tagesrhythmus gewöhnt. Beginnen Sie rechtzeitig das frühe Aufstehen zu trainieren und planen Sie genügend Zeit für das Frühstück und die Vorbereitung der Jause ein. Auch der Schulweg will sorgfältig geplant sein, egal ob mit dem Auto, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß. Üben und besprechen Sie den Schulweg vor dem eigentlichen Schulbeginn, um am ersten Schultag Stress zu vermeiden und Sicherheit zu vermitteln. Regelmäßigkeit und Routine geben Ihrem Kind Halt.

Freiräume beim Lernen lassen - gerade beim Schulstart

Rechtzeitig vorplanen

Besprechen Sie rechtzeitig in der Familie, wer wofür zuständig ist und planen Sie Zeit für gemeinsames Lernen ein. Wer kann was gut? Wer kann wo unterstützen? Gemeinsames Lernen hilft Kindern gleich von Anbeginn an mitzukommen, es können Schwächen sofort erkannt werden und die Gefahr von übermäßigem Leistungsdruck sinkt. Ja, der Schulalltag fordert Eltern wie Kinder, eine gute Vorbereitung schafft aber eine Basis für das tägliche Schulleben.

Durch Freiräume besser ins Schuljahr starten

Wichtig ist auch zu besprechen, falls dies nicht klar ist, wo Ihr Kind einen ruhigen Raum hat, um Aufgaben zu machen und zu lernen. Ihr Kind sollte einen Schreibtisch haben, der ausreichend Platz und Licht bietet und alle Utensilien wie Hefte und Stifte, die benötigt werden. Einen Platz für Wissen und Konzentration, aber auch zum Wohlfühlen.

Vergessen Sie bei all den Vorbereitungen nicht regelmäßige Pausen für sich und Ihr Kind einzuplanen. Ein Nachmittag draußen in der Natur oder im Park tut gut, ein gemeinsamer Ausflug am Wochenende lässt die Sommerferien leichter ausklingen – ein sanftes Hineingleiten in den Schulalltag ist so besser möglich.

Und eines sei noch erwähnt: Machen Sie sich keinen Druck, was die Schultüte oder sonstige Geschenke betrifft. Oft sind es die kleinen Dinge, die die größte Freude bereiten.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen einen guten und stressfreien Start in das neue Schuljahr!

Sollte es bei Ihnen Kontaktregelungen geben, die angepasst werden müssen oder andere Themen, die Sie anlässlich des Schulstarts besonders beschäftigen – dann stehe ich Ihnen sehr gerne zur Verfügung

Kinder brauchen Rhythmus zu Schulbeginn

Wie die Sommerferien mit Kindern gelingen [Tipps für Eltern]

Die Sommerferien mit Kindern verbringen – wie macht man das in der heutigen Zeit eigentlich? Darf den Kindern in den Ferien eigentlich auch mal langweilig sein? Nachfolgend habe ich ein paar praktische Tipps für Eltern, um Kindern einen wunderbaren Sommer zu ermöglichen.

Ich kann mich an Sommerferien mit meinen (Groß-)eltern auf dem Bauernhof erinnern: Kühe, Katzen, Käfer, wohl riechendes Heu, und vieles mehr. Zumeist sind die schönsten Sommerferien die, an die wir uns noch erinnern, wenn wir schon längst erwachsen sind.

Was die Sommerferien damals so besonders gemacht hat

Was haben unsere Sommerferien so schön gemacht? Warum können wir uns heute noch daran erinnern?

Geben Sie Ihren Kindern Zeit und Raum für sich selbst. Erinnern Sie sich wie schön es war zu trödeln, spontane Abenteuer zu erleben, die Uhr zu vergessen, einen Tag ohne perfekter Organisation zu erleben.

Jetzt sind Sie Eltern und tragen die Verantwortung.

Ja, der Schulalltag muss organisiert sein, alles durchgetaktet, aber in den Ferien ?

Kinder verbringen unbekümmerte Sommerferien - Tipps

Freiheit, Langeweile und Zeit

Gönnen Sie Ihren Kindern Freiheit und ja, es darf auch einmal langweilig sein: Zeitverschwendung ist nur in den Ferien möglich und Zeitverschwendung ist der Inbegriff von Ferien, lassen Sie es zu, dass die Tage ineinander fließen, es darf einmal egal sein, ob es Donnerstag oder Freitag ist.

Vertrauen Sie den Kindern

Heute wird Vertrauen oft mit Kontrolle verwechselt. Ihre Kinder brauchen ein bisschen Freiheit. Ich bin selbst Mutter und ich weiß, es kann immer und überall etwas passieren und ja es ist manchmal schwer loszulassen und ja, neun Wochen Ferien sind oft nur mit Kursen zu überbrücken.

Dennoch, Ihre Kinder brauchen Auszeiten, Auszeit von langen Schulstunden, vom eng getakteten Alltag – in den freien Tagen und Wochen entdecken Kinder bei ganz unterschiedlichen Aktivitäten neue Fertigkeiten und knüpfen neue Freundschaften. So lüften sie ihren Kopf aus, schalten ab, was ihren Alltag betrifft, und lernen dabei Neues. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein und fördert ihre sozialen Kompetenzen.

Wenn Kinder in den Sommerferien die Langeweile packt

„Maaamaaaaa, Paaapaaa, mir ist so langweilig!“ Diesen Satz haben sicher auch unsere Eltern gehört. Der Unterschied ist, wie damit umgegangen wurde und wird. Gab es damals vielleicht noch öfter ein „Dann mach was draus!“ zu hören, so fühlen sich Eltern heute gefühlt öfter im Zugzwang. Möchtest du dies? Oder das? Oder jenes?

Wir Erwachsene wissen, wie gut Momente der Stille tun. Wie gut es tut, einfach „in die Luft zu schauen“, den Blick auf das Meer, in die Ferne, ins Grüne  schweifen zu lassen und haben wir nicht gerade in diesen Momenten gute, neue Ideen? Zeiten der Stille und Ruhe sind rar – eben nicht nur für Erwachsene. Gönnen Sie Ihren Kindern Zeiten der Stille und Ruhe!

Kinder brauchen gerade in den Sommerferien Freiheit und Vertrauen

Freiräume geben und Pause von Bildschirmen

Und gönnen Sie Ihren Kinder Zeiten ohne Computer, ohne Spiele und vielleicht auch ohne Handy. Gönnen Sie Ihren Kindern den Freiraum und die Zeit zu spielen, das ist heute gar nicht mehr so selbstverständlich.

Gezielte Bildungsangebote gehen immer früher los und als Eltern haben wir manchmal Angst, dass unsere Kinder den Anschluss verpassen – in der Regel geht das zu Lasten des freien Spielens. Dabei übersieht man schnell, was Spielen eigentlich für ein toller Entwicklungsmotor ist und was sich daraus für einmalige Bildungsmöglichkeiten ergeben.

Langeweile in den Sommerferien ist gut

Fazit, wie die Sommerferien mit Kindern gelingen

Erwachsene haben ein festgeschriebenes Recht auf Ferien, Urlaub – Kinder nicht. Dass der Kindergarten und die Schule ferienhalber schließen, bedeutet nicht, dass jedes Kind auch wirklich Ferien hat. Es gibt kein Recht auf eine Auszeit, in der sich Kinder erholen und – mindestens genauso wichtig – weiterentwickeln können.

In den Ferien lernen Kinder anders und anderes als in der Schule . Das macht ganz einfach Spaß, ist aufregend und, insbesondere wenn sich die Kinder draußen bewegen, auch gesund.

Kommen Sie erholt und entspannt durch die Sommerferien.

Ich unterstütze und begleite Sie sehr gerne bei der Erarbeitung Ihrer ganz persönlichen und auf Ihre Bedürfnisse individuell abgestimmten Regelung der Ferien.

Elternberatung vor einer einvernehmlichen Scheidung

Seit 1. Februar 2013 sind Sie verpflichtet, im Zuge einer einvernehmlichen Scheidung eine Elternberatung zu machen. Die Absolvierung ist dem Gericht zu bescheinigen.

Ohne eine derartige Beratung ist es nicht möglich, sich einvernehmlich scheiden zu lassen. Die Beratung haben Sie gegenüber dem Gericht – durch die Vorlage einer Bestätigung, die Sie von uns erhalten – glaubhaft zu machen.

Was ist eigentlich eine Elternberatung?

In der Elternberatung geht es um Ihre Kinder, im speziellen um Ihre minderjährigen Kinder(unter 18Jahren). Die Elternberatung im Kompetenzzentrum Wien informiert Sie über die spezifischen, aus der Scheidung resultierenden Bedürfnisse Ihrer minderjährigen Kinder. Sie als Eltern erhalten Informationen, Anregungen und Tipps wie Sie Ihr Kind/Ihre Kinder in dieser Zeit der Scheidung bestmöglich unterstützen können. Wir richten den Fokus auf die Bedürfnisse, die Interessen und das Wohl Ihres Kindes/Ihrer Kinder.

Wichtig : Ihre Kinder nehmen nie an einer Elternberatung teil, diese findet ausschließlich mit Ihnen als Eltern statt.

Ich habe durch Fortbildungen, Ausbildungen und jahrelange Arbeit mit Familien viel Erfahrung. Als Mutter von drei – mittlerweile erwachsenen Kindern – weiß ich um die Themen, die im Zuge einer Scheidung auf Kinder zukommen, die Ihre Kinder in der Zeit der Scheidung beschäftigen, wie Sie Ihre Kinder bestmöglich unterstützen und Ihnen helfen können.

Rahmen der Elternberatung bei Scheidung im Kompetenzzentrum Wien

Im Kompetenzzentrum Wien biete ich die verpflichtende Elternberatung gemäß § 95 Abs. 1a AußStrG(Außerstreitgesetz) an. Gibt es eine Förderung für die verpflichtende Elternberatung Mediation?

Staatlich geförderte Elternberatung gibt es  nicht .

Dauer und Umfang der Elternberatung richten sich nach Ihrer individuellen Situation und dem erforderlichen Beratungsrahmen.

Gerne klären wir den passenden organisatorischen Rahmen vorab persönlich mit Ihnen.

Die verpflichtende Elternberatung kann von einem Elternteil allein in Anspruch genommen werden. Empfohlen wird aber – zum Wohl Ihrer Kinder – die Beratung als Elternpaar gemeinsam in Anspruch zu nehmen.

In meiner Praxis, im Kompetenz-Zentrum Wien im 17. Bezirk biete ich die verpflichtende Elternberatung an. Die Elternberatung erfolgt durch eine(n) BeraterIn.

Was besprechen wir eigentlich in der Elternberatung?

Ich gehe immer ganz speziell auf Ihre Bedürfnisse und Fragen ein, Ihre Anliegen haben immer Vorrang. Ich zeige Ihnen auf, wie Ihre Kinder die Scheidung von Ihnen als Eltern erleben und welche Reaktionen sie zeigen können. Ich erkläre Ihnen gerne, was Ihre Kinder brauchen, um die Trennungssituation gut bewältigen zu können und gebe Ihnen Tipps und Ratschläge, wie Sie Ihre Kinder bestmöglich unterstützen können.

Ich versuche Ihnen aus der Sicht Ihrer Kinder auch die positiven Aspekte Ihrer Scheidung zu erläutern. Ich gehe selbstverständlich auf Ihre Fragen ein, wie Sie den Alltag nach der Trennung gestalten können, wie Sie gut die Paarebene von der Elternebene trennen können und zum Wohle Ihrer gemeinsamen Kinder auch nach Ihrer Scheidung gemeinsam Verantwortung übernehmen und tragen können.

Wie kann das Kompetenzzentrum Wien Sie unterstützen?

Das Kompetenzzentrum Wien im 17. Bezirk bietet neben der verpflichtenden Elternberatung auch geförderte Mediation, Erziehungsberatung, Einzel-, Paar- oder FamilienCoaching, Kommunikationstraining und Lebens- und Sozialberatung an.

Wir unterstützen Sie gerne bei juristischen Fragen rund um die Gestaltung von Obsorge und Kontaktrechtsfragen und allen Fragen rund um Ihre Scheidung und Trennung. Bereits seit über 20 Jahren unterstütze ich meine Klienten, durch laufende Fort- und Weiterbildungen bin ich immer aktuell am letzten Stand. Wenden Sie sich an uns, wir helfen und unterstützen Sie gerne, gemeinsam erarbeiten wir Lösungen.

Ich bin in diesen Zeiten per Videokonferenz über  WhatsApp, Skype, Signal oder Zoom für Sie da. Falls Sie Hilfe beim Einrichten dieser Dienste brauchen, helfe ich Ihnen gerne weiter.

Tipps für den Umgang: Kinder in der Krise

In meinem letzten Artikel habe ich erklärt, was eine Krise ist. Passend dazu gebe ich nachfolgend Tipps, um den Umgang mit Kindern und Jugendlichen während Krisenzeiten besser zu meistern.

Kinder & Krise: So gelingt der Umgang mit Jugendlichen

Einer der wichtigsten Punkte im Umgang mit Kindern und Jugendlichen in schweren Zeiten ist es, die gewohnte Tagesstruktur einzuhalten. Versuchen Sie, das gewohnte Umfeld und Aktivitäten möglichst so aufrechtzuerhalten, wie es sonst auch ist. Ein normaler Ablauf kann den Kindern so dabei helfen, ihren Tagesablauf mit Schulaufgaben oder Sport besser zu bewältigen.
Das führt gleich zu meinem nächsten Tipp, nämlich dem Planen von klaren Lern- und Freizeiten . Klare Zeiten und Strukturen helfen den Kindern und Jugendlichen, sich besser auf die Gegebenheiten einzustellen.
Im Gegenzug ist es aber auch wichtig, klar abgegrenzte Stunden , in denen sich jede/r alleine beschäftigt, zu definieren. Auch wenn die gemeinsame Zeit mit der Familie wichtig ist, ist es ebenso wichtig, dass jedes Familienmitglied auch genügend Zeit für sich alleine bekommt, um ein gesundes Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Ermöglichen Sie sich gegenseitig Rückzugsmöglichkeiten , um Konflikte zu verhindern bzw. zu reduzieren.
Zu diesem Gleichgewicht kommen auch gemeinsame Aktivitäten . Krisenzeiten bieten oft die Möglichkeit, andere, neue oder Aktivitäten, die man schon lange nicht mehr gemeinsam unternommen hat, wieder zu machen. Erarbeiten Sie gemeinsam Regeln, wie die gewonnene Zeit bestmöglich genützt werden kann.
Bei den gemeinsamen Aktivitäten sollte auch der Sport nicht zu kurz kommen. Ermöglichen Sie Ihrem Kind körperliche Betätigung im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten. Überlegen Sie sich gemeinsame, lustige Übungen oder erfinden eine Challenge, die Sie mit den Kindern machen können.
Limitieren Sie mit dem Kind gemeinsam Zeiten für Fernsehen, Mobiltelefon oder Computer . Auch wenn das Rausgehen derzeit begrenzt möglich ist, so können Sie statt elektronischen Mitteln auch Brettspiele, Büche, Malsachen oder ähnliches zur Hand nehmen.

Wichtig ist auch, dass Sie Ihrem Kind in altersgerechten Worten die aktuelle Situation erklären. Die Kinder bekommen mit, dass die derzeitige Situation nicht „normal“ ist, können jedoch vielleicht nicht verstehen, was genau gerade passiert.
Akzeptieren Sie, wenn Ihr Kind anhänglicher ist als sonst und kommen Sie diesem Bedürfnis Ihres Kindes nach. Kinder und Jugendliche brauchen gerade jetzt Sicherheit und Geborgenheit .
Verzichten Sie darauf, gerade jetzt große Erziehungsmaßnahmen zu setzen und sehen Sie möglichst von Strafen ab. Versuchen Sie stattdessen, Ihr Kind durch Lob positiv zu verstärken und zu erwünschtem Verhalten zu motivieren.

Alles mit der Zeit

Natürlich ist die aktuelle Situation nicht nur für Kinder und Jugendliche ein Ausnahmezustand, sondern auch Sie müssen sich umstellen. Deswegen müssen meine Tipps nicht alle auf ein Mal umgesetzt werden. Nehmen Sie sich Zeit, versuchen Sie Schritt für Schritt die Situation zu meistern.

Wenn Sie das Gefühl haben, die Decke könnte Ihnen auf den Kopf fallen, dann Denken Sie an die Zukunft. Planen Sie Aktivitäten, die Sie nach dem Überstehen der Situation ausführen möchten. Schreiben Sie diese gemeinsam auf und hängen Sie diese gut sichtbar für alle in der Wohnung auf!
Fokussieren Sie auf Positives! Der Fokus auf positive Inhalte beruhigt und stabilisiert. Sprechen Sie mit Bezugspersonen, mit Ihren Kindern, mit dem Partner und achten Sie auf positive Gesprächsinhalte.
Nehmen Sie Ihre Gefühle wahr! Wir alle haben unterschiedlichste Gefühle in dieser ungewohnten Situation, z.B. Verwirrung, Angst oder Stress. Diese Gefühle sind absolut verständlich, aber bei einem Zuviel wird man von ihnen überschwemmt. Nehmen Sie sich Zeit, um wahrzunehmen und auszudrücken, was Sie fühlen. Manche Menschen schreiben ihre Gefühle gerne nieder oder werden kreativ (z.B. malen, musizieren oder meditieren).

Sprechen Sie über Ihre Gefühle! Das Aussprechen von Gefühlen kann dabei helfen, besser mit der Situation umzugehen und kann Sie in besser Gemütslagen befördern.

Denken Sie daran, die Situation wird vorübergehen! Es ist es wichtig zu verstehen, dass der COVID-19-Ausbruch unweigerlich vorübergehen wird. Nutzen Sie einfache Möglichkeiten, um Ihr Erkrankungsrisiko zu vermindern, z.B. durch regelmäßiges Händewaschen und Vermeiden von engem zwischenmenschlichem Kontakt.